Claus Ludwig. Sozialistischer Stadtrat. DIE LINKE.Köln

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Bäder verteidigt – bis jetzt

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Ohne die LINKE. im Rat und den Widerstand in den Veedeln wären die Bäder in Nippes, Rodenkirchen und Weiden schon längst geschlossen worden. Erstveröffentlichung in: platzjabbeck 05/09.

Die LINKE. setzte sich von Beginn an für den Erhalt aller Bäder ein. SPD und Grüne legten im Frühjahr 2007 ihre Schließungspläne auf Eis, zu groß war der Druck geworden. Mit den Stimmen der LINKE. wurde im Rat beschlossen, die Planungen der Bäder GmbH zu überprüfen.

Gerettet waren die Bäder durch diesen Aufschub noch lange nicht. Das gesamte Jahr über waren LINKE.-Mitglieder vor allem in Nippes auf der Straße, sammelten zusammen mit den SchwimmerInnen rund 9.000 Unterschriften, führten mehrere Demonstrationen und Proteste durch.

Im Dezember 2007 beschloss der Rat schließlich, die Bäder bis mindestens 2011 zu betreiben, die Entwicklung des Programms „Schwimmen macht Schule“ abzuwarten und erst einmal die neuen Bäder Ossendorfbad und Lentstraße in Betrieb zu nehmen. Die LINKE. stimmte für diesen Beschluss, weil damit ein erster Erfolg im Kampf um die Rettung der Bäder festgeschrieben wurde. Wir wiesen allerdings auch darauf hin, dass dies nur eine „Rettung zweiter Klasse“ sei, denn noch immer schwebte die Drohung der Schließung über den Bädern.

Protest vor dem Bezirksrathaus NippesEine grundlegende Renovierung wurde verschoben. Die Wochenendöffnung für die Öffentlichkeitd des reinen „Gruppenbades“ in Nippes wurde zwar im Ratsbeschluss als Ziel beschrieben, dies wurde allerdings nur vage formuliert.

Ein erneuter Antrag der LINKE. vom Dezember 2008, endlich den vorherigen Ratsbeschluss vollständig umzusetzen, Wochenendöffnung und Renovierung im Frühjahr 2009 zu starten, wurde von SPD, Grüne, CDU und FDP abgelehnt.

Die Kölnbäder GmbH hatte Anfang 2007 beschlossen, die Stadtteil-Bäder in Nippes, Rodenkirchen und Weiden zu schließen.Der Protest begann in Rodenkirchen, es wurden Proteste vor dem Rathaus und Unterschriften-Sammlungen organisiert. In Weiden wurde das dortige „Bürgernetzwerk“ aktiv, in Nippes kam es, angestoßen von Mitgliedern der LINKE., zur Gründung der Initiative „Bäder für Alle“, die vor allem von den sehr aktiven „GesundheitsschwimmerInnen“ getragen wurde.

CDU und FDP versuchten auf den Protestzug aufzuspringen und forderten den Erhalt des Rodenkirchen-Bades, weil sie im etwas wohlhabenderen Stadtteil ihr „Klientel“ wähnten. Das Nippes-Bad war ihnen egal. Diese Spaltungstaktik war zum Glück nicht erfolgreich.

Die LINKE. setzte sich von Beginn an für den Erhalt aller Bäder ein. SPD und Grüne legten im Frühjahr 2007 ihre Schließungspläne auf Eis, zu groß war der Druck geworden. Mit den Stimmen der LINKE. wurde im Rat beschlossen, die Planungen der Bäder GmbH zu überprüfen.

Gerettet waren die Bäder durch diesen Aufschub noch lange nicht. Das gesamte Jahr über waren LINKE.-Mitglieder vor allem in Nippes auf der Straße, sammelten zusammen mit den SchwimmerInnen rund 9.000 Unterschriften, führten mehrere Demonstrationen und Proteste durch.

Im Dezember 2007 beschloss der Rat schließlich, die Bäder bis mindestens 2011 zu betreiben, die Entwicklung des Programms „Schwimmen macht Schule“ abzuwarten und erst einmal die neuen Bäder Ossendorfbad und Lentstraße in Betrieb zu nehmen. Die LINKE. stimmte für diesen Beschluss, weil damit ein erster Erfolg im Kampf um die Rettung der Bäder festgeschrieben wurde. Wir wiesen allerdings auch darauf hin, dass dies nur eine „Rettung zweiter Klasse“ sei, denn noch immer schwebte die Drohung der Schließung über den Bädern.

Eine grundlegende Renovierung wurde verschoben. Die Wochenendöffnung für die Öffentlichkeitd des reinen „Gruppenbades“ in Nippes wurde zwar im Ratsbeschluss als Ziel beschrieben, dies wurde allerdings nur vage formuliert.

Ein erneuter Antrag der LINKE. vom Dezember 2008, endlich den vorherigen Ratsbeschluss vollständig umzusetzen, Wochenendöffnung und Renovierung im Frühjahr 2009 zu starten, wurde von SPD, Grüne, CDU und FDP abgelehnt.

Auch 20 Monate später ist nicht viel geschehen. Die NutzerInnen fühlen sich bezüglich der Reparaturen hingehalten. Erst kurz vor den Wahlen, in den Sommerferien 2009, wurde im Nippes-Bad die Renovierung der Fenster in Angriff genommen.

Die SchwimmerInnen in Nippes sind weiter aktiv und führten im Juni eine Protestversammlung durch, zu der sie alle Ratsparteien mit Ausnahme der Rechtsextremen eingeladen hatten. Die „Rundschau“ berichtete unter der treffenden Überschrift „Die Zukunft bleibt ungewiss“ über diese Versammlung. Das linke Ratsmitglied Claus Ludwig kommentierte die Äußerungen der bürgerlichen Politiker, die angeblich alle das Bad erhalten aber sich nicht festlegen wollen: „Man könnte sagen: Super, alle wollen das Bad. Aber nach wie vor gilt, dass seine Zukunft nach der Wahl bedroht ist.“

Die Bürgerinnen und Bürger müssten weiter Druck machen, für den Erhalt der Bäder kämpfen. Die LINKE. wird dies weiterhin in den Veedeln und im Rat unterstützen.

 

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