Claus Ludwig. Sozialistischer Stadtrat. DIE LINKE.Köln

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19. November. KALK MACHT DICHT gegen die Rassisten von "ProKöln"

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Am 19. November will die rassistische Gruppe „ProKöln“ durch Kalk marschieren. Die rechte Truppe versucht erneut, Hass und Spaltung in unsere Veedel zu tragen. Viele Kalkerinnen und Kalker sowie antifaschistische Gruppen werden gegen den Aufmarsch der Rechten unter dem Motto „Kalk macht dicht“ demonstrieren. Um 9.00 Uhr beginnt eine Kundgebung an Kalk Kapelle, weitere Proteste entlang des Aufmarschweges von „ProKöln“ wurden angekündigt.

Aufhänger für den geplanten rechten Aufmarsch ist dieses Mal das „Autonome Zentrum“ (AZ) in der Kalker Wiersbergstraße. „ProKöln“ fantasiert, dieses von Jugendlichen aus Kalk und ganz Köln stark genutzte kulturelle und soziale Zentrum sei ein Hort der Kriminalität und sei „illegal“. Das ist schlicht gelogen. Es gibt einen gültigen Mietvertrag zwischen dem AZ und dem Hauseigentümer, einer Tochter der Sparkasse Köln-Bonn. Auch die Kölner Polizei weiß nichts von einer gestiegenen Kriminalität im Umfeld des AZ.

Die Tarnkappen-Faschisten konnten sich das AZ als Ziel aussuchen, weil die bürgerlichen Parteien SPD und CDU schon vorgearbeitet haben. Vor allem die SPD in Kalk und ihr Bezirksbürgermeister Markus Thiele haben in den letzten Monaten eine Kampagne gegen das AZ geführt. Sie haben die unvermeidlichen aber eher undramatischen Interessenkonflikte zwischen ruhebedürftigen AnwohnerInnen und feierfreudigen Jugendlichen zu einem Grundsatzkonflikt hochgekocht und Unwahrheiten über das AZ verbreitet.

Das Entgegenkommen der engagierten Jugendlichen, ihre Vereinsgründung, ihr schon längst erbrachter Beweis, ohne städtische Gelder auszukommen usw. wurden von den bürgerlichen Parteien ignoriert. Die Faschisten können sich daher als konsequente Vollstrecker des Willens der anderen Parteien darstellen und pflanzen ihre Lügen auf die ohnehin schon verbereitete Negativpropaganda.

Offiziell geht es bei der rechten Demo allein um das AZ. Doch man darf sich nicht täuschen lassen. Das AZ ist nur der Anlass, „ProKöln“ hätte auch ein anderes Thema gefunden, wenn das AZ ihnen nicht auf dem Präsentierteller angeboten worden wäre. Tatsächlich geht es bei den Aufmärschen rechter Gruppen nicht in erster Linie um die konkrete Parole, sie dienen vor allem dazu, den eigenen Anhängern zu zeigen, dass man sich traut, dass man eine gewisse Stärke hat. Wenn diese Aufmärsche gelingen, steigt die Chance der Rechten, weitere Anhänger zu gewinnen ihre Hasspropaganda zu verbreiten.

Dieser Aufmarsch ist daher ein Angriff auf das friedliche Zusammenleben in Kalk, auf alle MigrantInnen. Es geht nicht nur, nicht einmal vor allem um das AZ. Insofern sollten alle auf die Straße, die etwas gegen Rassisten haben und für die gemeinsamen sozialen Interessen von ArbeitnehmerInnen, Erwerbslosen und Jugendlichen, unabhängig von Nationalität und Religion eintreten wollen, egal, ob sie das AZ toll finden, davon genervt sind oder dieses gar nicht kennen.

Kalk macht dicht – gegen den rassistischen Aufmarsch am 19. November!

Weitere Infos auf dazwischengehen.mobi

Twitter für den 19. November in Kalk

 

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