Der Kölner Stadtanzeiger hat per Kommentar vom 20.1. die Linie des Polizeipräsidenten Albers, ProKöln (PK) am 28. Januar ohne Gegenwehr durch Kalk laufen zu lassen und sie zu „ignorieren“ begrüßt und erklärt alle Aktivitäten, die auf die Verhinderung rassistischer Propaganda-Märsche gerichtet sind, mehr oder weniger für dummes Zeug. ProKöln selbst frohlockt über diese Positionierung der wichtigsten Kölner Tageszeitung und freut sich auf der Website besonders, dass dieser Kommentar von Detlef Schmalenberg, einem der bisherigen Intimfeinde der rechten Organisation, stammt. KStA-Redakteur Schmalenberg hatte in der Vergangenheit häufiger über die Hintergründe von PK, vor allem über deren Kontakte zu militanten Nazis berichtet.






Aus dem Flugblatt der linksjugend.solid, Basisgruppe Köln.
Die Aktionen gegen den rechten Aufmarsch durch Kalk am 19. November waren ein voller Erfolg. Rund 1.000 Menschen waren aktiv, um Kalk gegen die Tarnkappen-Faschisten von „ProKöln“ (PK) zu verteidigen. Mehrere Hundert nahmen an Blockaden auf der Kalker Hauptstraße teil, die dazu führten, dass der rechte Aufmarsch gegen das Autonome Zentrum nach drei Stunden Warten und einer lächerlichen Runde um das Postgebäude abgeblasen wurde.
Täglich überschlagen sich die Meldungen über die Taten der Thüringer Nazi-Terroristen-Zelle. Viele Fragen bleiben offen. Es gibt aber klare Hinweise, dass diese auch für den Bombenanschlag in der Mülheimer Keupstraße im Juni 2004 verantwortlich ist, bei dem 22 Menschen z.T. schwer verletzt wurden. Damals hieß es seitens des Bundesinnenministers Schily (SPD), es gäbe keinen Hinweis auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund, die Täter wären wohl im kriminellen Milieu zu suchen. Unten stehender Artikel erschien direkt 2004 nach dem Attentat in der Keupstraße auf der Website des linken Kölner Bündnisses "Gemeinsam gegen Sozialraub - GgS" und kritisiert die unverantwortliche Herangehensweise der bürgerlichen Politiker. Die Gefahr von rechts kommt heute nicht nur aus den klassischen Nazi-Gruppen. Mit Anders Breivik, dem Massenmörder von Utöya, hat auch die "islamkritische", "rechtspopulistische" Szene einen Terroristen hervorgebracht. Der Propaganda der rechten Hassprediger muss daher von Beginn an entgegen getreten werden. Ihr Auftreten muss im Keim erstickt werden, auch am 19. November in Kalk, wenn die Tarnkappen-Faschisten von "ProKöln" marschieren wollen.
